Gemeindefriedhof St. Peter & Paul

Geschichte

Bis ins 19. Jahrhundert wurden die Gläubigen einer Gemeinde auf dem Friedhof (auch Kirchhof genannt) rund um die Kirche bestattet. Friedhof leitet sich ursprünglich vom althochdeutschen „frithof“ ab, der Bezeichnung für den einge„fried“eten Bereich rund um die Kirche.

Diese Art der Bestattung war auch in Huckingen üblich. Am 15. August 1833 wurde St. Peter & Paul, als Filialkirche zu St. Dionysius, Mündelheim gehörend, durch Dekret des Erzbischofs von Köln zur selbstständigen Pfarre erhoben.

Durch die fortschreitende Industrialisierung in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts stieg auch die Zahl der Gläubigen, sodass der Bau einer größeren Kirche notwendig wurde. In Huckingen lebten damals ca. 3000 Gläubige.

Im Zeitraum von 1877- 1893 wurde die neue Kirche in 2 Bauabschnitten errichtet, sodass auch der Friedhof rund um die Kirche aufgegeben werden musste. 1894 wurde nordwestlich des Dorfes ein neuer Friedhof angelegt, ca. 1 ha groß, im Bereich der heutigen Raiffeisenstraße, Kaiserswertherstraße und Mündelheimerstraße. Die 1. „lokale-Begräbnis-Ordnung“ datiert vom 1.11.1894 und wurde noch im gleichen Monat vom Landrath gebilligt.

Heute

Im Jahr 1999 erhielt der Friedhof eine neue, größere Kapelle, die am Allerheiligentag des Jahres feierlich eingeweiht wurde.

Seit Gründung der Kirchengemeinde St. Judas-Thaddäus im September 2006 ist der Gemeindefriedhof St. Peter & Paul einer der 4 Friedhöfe (Huckingen, Mündelheim, Serm, Rahm) der Kirchengemeinde und wird vom Kirchenvorstand verwaltet.

Die Aufgaben des Kirchenvorstandes nehmen Friedhofsverwalter in den einzelnen Friedhöfen war. Jeder Gläubige der Kirchengemeinde hat ein Bestattungsrecht auf allen 4 Friedhöfen.

Die Friedhofssatzung vom 13.03.2013 mit ihren Nachträgen regelt Rechte, Pflichten und Vorschriften auf den Friedhöfen und bildet die Rechtsgrundlage für die Nutzungsrechte und Gebühren. Die Gebühren müssen die Unterhaltskosten für die Friedhöfe decken, d.h. sie haben einen eigenen Haushalt und müssen sich finanziell selbst tragen.

Zurzeit werden bis zu 150 Verstorbene im Jahr in Huckingen beigesetzt. Für Totgeburten des St. Anna Krankenhauses gibt es ein besonderes Gräberfeld.

Im letzten Jahrzehnt ist die Feuerbestattung sehr in Mode gekommen, Gründe sind sicher der Pflegeaufwand für die Sarggräber, die Mobilität der Familienmitglieder usw. Zurzeit beträgt der Anteil der Urnenbestattungen ca. 60%, Tendenz steigend.

Für unseren Gemeindefriedhof sicher ein Vorteil, die Lage lässt keine Erweiterungsmöglichkeit zu (siehe Skizze).

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